Frankfurt. Der Discounter Lidl akzeptiert wieder Euro-Tauschpaletten der polnischen Eisenbahn, das meldet heute die Lebensmittelzeitung. Diese Maßnahme scheint den deutschen Handel in der Palettenfrage zu spalten: Während Lidl die polnischen Paletten wieder annimmt, will Edeka auch weiterhin die Annahme verweigern. Zum 30. April des Jahres entzog die Union Internationale des Chemins de Fer (UIC) als Markenrechtinhaber der polnischen Eisenbahn PKP die Vergabe des geschützten Zeichens "EUR" auf Europaletten. Grund waren andauernde Qualitätsmängel. Derzeit scheint nicht klar zu schein, was mit den schätzungsweise 15 Millionen Europoolpaletten polnischer Produktion in Deutschland geschehen soll, die vor dem 30. April von der PKP in Umlauf gebracht wurden. Sollte der Handel die Annahme aller PKP-Paletten verweigern, droht den Lieferanten, Spediteuren und Palettendienstleistern ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe.
Polnische Paletten spalten Handel
Der Handel ist sich nicht einig, ob Euro-Tauschpaletten aus Polen in Zukunft noch akzeptiert werden. Lidl will die polnischen Ladungsträger wieder akzeptieren, Edeka lehnt eine Annahme strickt ab.