Berlin. Bei einer Schwerpunktkontrolle von Kleinlastern in Berlin sind von der Berliner Polizei fast zwei Drittel der Fahrzeuge bemängelt worden. Bei der fünftägigen Aktion auf den Bundesautobahnen in der Hauptstadt überprüften die Beamten in der vorigen Woche insgesamt 822 Klein-LKW und beanstandeten davon 510, teilte die Polizei heute mit. Fahrer von Kleinlastern fielen verstärkt dadurch auf, dass sie Verkehrsregeln nicht beachten und an Verkehrsunfällen beteiligt sind, hieß es zum Anlass der Kontrolle. Gegen zehn Fahrer wurde Strafanzeige erstattet, weil sie ohne Fahrerlaubnis unterwegs waren. Ein insolventer Kleinunternehmer sagte, er habe kein Geld, eine neue Fahrerlaubnis zu beantragen. 275 Fahrer bekamen eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeiten, davon 69 wegen mangelnder Sicherung ihrer Ladung und 7, weil ihr Fahrzeug überladen war. Der Fahrer eines 3,5-Tonners überschritt das zulässige Gewicht seines LKW um ein Viertel. 31 Fahrer müssen mit Bußgeldern wegen überhöhter Geschwindigkeit rechnen. Die Beamten schrieben 94 Mängelberichte. 6 Fahrzeuge hatten so gravierende technische Mängel, dass sie für ein Gutachten von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden mussten. (dpa/tbu)
Polizeikontrolle: Viele Klein-LKW mit Mängeln
Berliner Polizei beanstandet bei einer Sonderkaktion fast zwei Drittel von 822 kontrollierten Kleinlastern