-- Anzeige --

Polizeigewerkschaft für bundesweites Tempolimit für LKW

Der Verband des Verkehrsgewerbes kritisiert, dass die Straßenmeistereien ihrer Räumpflicht nicht ordnungsgemäß nachkommen
© Foto: ddp/Johannes Simon

Polizei fordert Tempolimit von 50 Stundenkilometern bei Eis und Schnee und ein generelles Überholverbot im Winter / Verkehrsgewerbe kritisiert Winterdienst


Datum:
21.12.2010
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Osnabrück/Berlin/Hannover. Die Polizeigewerkschaft fordert nach dem Unfallchaos auf bundesdeutschen Straßen für LKW ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern bei Eis und Schnee auf allen Straßen. Zudem müsse in den Wintermonaten ein generelles Überholverbot für LKW gelten, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der "Osnabrücker Zeitung". "Nur so lässt sich bei extremen Wetterverhältnissen verhindern, dass Menschen im Verkehr massenhaft zu Schaden kommen."

Die deutschen Autobahnen seien technisch alles andere als winterfest, kritisierte Wendt. Lediglich zehn Prozent des Straßennetzes sei mit elektronischen Schilderbrücken ausgerüstet, die je nach Wetterlage Warn- oder Verhaltenshinweise geben könnten. Auch Taumittel-Anlagen an Gefahrenzonen gebe es noch viel zu selten.

In Sachen Winterreifen müssten zudem die Speditionen in die Pflicht genommen werden. "Es ist ein schlechter Witz, dass für Verstöße gegen die Winterreifenpflicht bisher die Fahrer, nicht die Spediteure als Halter der Lastwagen zahlen müssen." Wendt forderte, die Bußgelder von 40 auf 120 Euro zu verdreifachen. 

Stärkerer Winterdienst auf Autobahnen gefordert

Eine Verstärkung des Winterdienstes auf Autobahnen fordert hingegen der Verband des Verkehrsgewerbe. "Die Autobahnen sind die Lebensadern zur Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung. Bund und Länder müssen endlich etwas tun, damit die Transporteure auch bei winterlichen Straßenverhältnissen diese Lebensadern optimal bedienen können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), Bernward Franzky, am Montag. Allein auf der A2 zwischen Helmstedt und Bad Eilsen seien täglich rund 25.000 mautpflichtige LKW unterwegs, die für die Nutzung der 150 Kilometer langen Strecke pro Tag rund 650.000 Euro zahlen.

"Es herrschen normale winterliche Straßenverhältnisse. Von einer Ausnahmesituation kann nur dahingehend die Rede sein, dass die zuständigen Straßenmeistereien ihrer Räumpflicht nicht ordnungsgemäß nachkommen. Man hat aus dem vergangenen Winter nicht gelernt. Die Streusalzvorräte sind bereits jetzt unverständlicherweise in vielen Regionen aufgebraucht", kritisierte Franzky.

Der GVN vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband rund 3400 private niedersächsische Unternehmen aus den Bereichen Güterkraftverkehr, Entsorgung, Spedition, Logistik, Möbelspedition, Omnibus und Touristik sowie Taxi, Mietwagen und Krankentransporte mit mehr als 80.000 Beschäftigten. (dpa)


Deutschland versinkt im Schnee - Ein paar Impressionen

Bildergalerie

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.