Polens Binnenschifffahrt stagniert

27.05.2001 18:38 Uhr

Binnenreedereien beschäftigen knapp 5000 Mitarbeiter

Seit 1998 befördert die polnische Binnenschifffahrt unverändert neun Millionen Tonnen Güter pro Jahr, davon zwei Millionen Tonnen auf grenzüberschreitenden Fahrten von und nach dem Ausland. Das geht aus dem neuesten Bericht des Warschauer Transportministeriums hervor. Danach beschäftigen 150 polnische Binnenreedereien insgesamt knapp 5000 Mitarbeiter, verfügen über 130 Motor-, 265 Schub- und 320 Schleppkähne mit einer Gesamtnutzladefähigkeit von 220.000 Tonnen. Etwa 47 Prozent dieser Kapazitäten entfallen auf das führende polnische Binnenreederei Odratrans, Wroclaw/Breslau. Deutschland dominiert mit 1,3 Millionen Tonnen verbrachter Güter eindeutig im Auslandsgeschäft. Polnische Kähne bringen in die Bundesrepublik Stahl, Buntmetalle, Kohle, Kies und veschiedene Stahl-Großkonstruktionen. Aus Deutschland werden vor allem Kunstdünger und Chemikalien abgeholt. Weil Geld für Instandhaltung und Investitionen fehlt, findet die polnische Binnenschiffahrt überwiegend auf der Oder statt. Die Weichsel ist nur partiell in ihrem unteren Lauf (Gdansk/Danzig – Plock) und die Warthe ab Poznan/Posen bis zu den Oder-Kanälen schiffbar. Andere große Flüsse, wie etwa der Bug, verfügen über keine befahrbaren Strecken. (vr/jt)

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