Auf umgerechnet 570 Millionen Euro beziffert der Polnische Verband der Treibstoffhändler (PIPP) die Verluste des polnischen Staates an Steuern. Grund waren zusätzliche Treibstofftanks, die fast alle Lkw aus den osteuropäischen Ländern, die nach Polen einreisten, mit sich führten. Manche Fahrzeuge, so der Verband, hätten bis zu 1500 Liter Diesel dabei, um auf der Transitfahrt Richtung Westen auf das teure Tanken in Polen verzichten zu können. Zudem verkaufen viele Fahrer einen Teil des Sprits unterwegs. Der Verband hat ausgerechnet, daß 2001 auf diese Weise so viel Kraftstoff nach Polen geflossen sei, als würde man 242 Eisenbahnzüge mit jeweils 24 Tankwagen je 60 Kubikmeter Fassungsvermögen unverzollt ins Land lassen. Der polnische Zoll sei jedoch machtlos, denn es fehle an Vorschriften, mit deren Hilfe man dieses Prozedere unterbinden könnte. (vr/jat)
Polen: Schmuggel mit Kraftstoff in Lkw nimmt zu
Bis zu 1500 Liter Diesel führen Lastkraftwagen in zusätzlichen Treibstofftanks mit sich