London. Somalische Piraten haben im Indischen Ozean erneut ein Schiff gekapert. Der Trawler unter thailändischer Flagge sei am Donnerstag rund 200 Seemeilen (370 Kilometer) nördlich der Seychellen beschossen und dann in Gewalt der Seeräuber geraten, teilte die EU-Marinemission Atalanta in ihrem Hauptquartier im englischen Northwood mit. Ein Aufklärungsflugzeug des Marineverbundes beobachtete, dass die Piraten das Schiff in somalische Gewässer navigieren. Damit befinden sich acht Schiffe mit knapp 200 Seeleuten in der Gewalt der Seeräuber. Somalias Premierminister hat unterdessen die Pauschalisierung von Piraterie „ausschließlich als Kriminalität“ verurteilt. „Es wird selten als das gesehen, was es wirklich ist: eine verzweifelte Überlebensmaßnahme und in vielen Küstenregionen der einzig verfügbare Job und die einzig verfügbare Einkommensquelle“, sagte der Chef der Übergangsregierung, Omar Sharmarke, am Mittwochabend in London. (dpa)
Piraten kapern Trawler vor Seychellen
Piraten navigieren Schiff in somalische Gewässer / Insgesamt acht Schiffe mit rund 200 Seeleuten in Gewalt von Seeräubern