Nairobi/Mogadischu. Piraten haben am Mittwochmorgen etwa 400 Seemeilen nordöstlich der Seychellen einen unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden griechischen Frachter gekapert. An Bord der "MV Filitsa" befinden sich drei griechische und 19 philippinische Seeleute, berichtete ein Sprecher der EU-Marine-Einsatzgruppe Atalanta. Das Schiff war unterwegs zum südafrikanischen Hafen Durban, habe inzwischen aber Kurs Richtung Norden genommen. Erst vor zwei Tagen hatten somalische Piraten in der gleichen Region einen Öltanker angegriffen, der aber nach einem Ausweichmanöver entkommen konnte. Das Gebiet ist rund 1000 Seemeilen von der somalischen Küste entfernt – ein neuer Rekord der Piraten, die seit Ende vergangenen Jahres ihr Operationsgebiet immer weiter ausgedehnt haben. Im Golf von Aden, wo die Seeräuber bisher am häufigsten zugeschlagen haben, ist die Piraterie angesichts der massiven Präsenz internationaler Kriegsschiffe zuletzt immer öfter gescheitert. (dpa)
Piraten kapern griechischen Frachter mit 22 Seeleuten
"MV Filitsa" war unterwegs zum südafrikanischen Hafen Durban / 400 Seemeilen nordöstlich der Seychellen gekapert