Nicht mehr mit knapp 185, wie noch in diesem Jahr, sondern nur mit 77,5 Millionen Mark will die französische Regierung im nächsten Haushaltsjahr den Kombitransport fördern. Über diese völlig überraschende Kehrtwendung der bisherigen Pariser Verkehrspolitik berichtete am Freitag die Zeitung Les Echos nach einer genaueren Prüfung der Entwürfe für die diversen Haushaltsressorts. Die vorgesehene Verringerung der Subventionen um fast 60 Prozent steht in krassem Gegensatz zu den wiederholten Prioritäts-Beteuerungen von Transportminister Jean-Claude Gayssot. Sie dienen offiziell dazu, die Frachttarife der Staatsbahn SNCF wettbewerbsfähiger zu gestalten, und Brüssel hat sie oft wegen mangelnder Transparenz kritisiert. Die jüngsten Zahlen für die Frachtbranche SNCF Fret sind auch ohne die angekündigte Kürzung schon alarmierend genug: Bis Ende Juni waren das allgemeine Frachtvolumen um 11 Prozent und der Kombi-Sektor um 15 Prozent abgesackt. (vr/jb)
Paris kündigt drastische Einsparungen im Kombiverkehr an
Mittel- Kürzung um 60 Prozent bedeutet Kehrtwende in der Verkehrspolitik