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Pannen-Tunnel Schlüchtern vor Inbetriebnahme

Die vier Kilometer lange Tunnelröhre soll bald vollendet werden
© Foto: ddp/Thomas Lohnes

Die Pleiten-, Pech- und Pannen-Geschichte um den Eisenbahntunnel in Schlüchtern soll Ostern ein Ende finden / Güterverkehr wird am Osterwochenende umgeleitet


Datum:
20.04.2011
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Schlüchtern/Frankfurt. Die Pleiten-, Pech- und Pannen-Geschichte um den Eisenbahntunnel in Schlüchtern soll Ostern ein Ende finden. Karfreitag werde mit Schienenbauarbeiten begonnen, um die vier Kilometer lange Röhre südwestlich von Fulda anzuschließen. Am Montag werde nach einer Messfahrt das Gleis Fulda-Frankfurt als erstes in Betrieb genommen, teilte die Deutsche Bahn in Frankfurt am Mittwoch mit.

Die Eröffnung des Tunnels hatte sich immer wieder verzögert, die Inbetriebnahme sollte eigentlich vor einem Jahr erfolgen. Die Baukosten liegen bei rund 200 Millionen Euro. Der zweigleisige Tunnel ist einer der meistbefahrenen in Deutschland. Täglich passieren ihn 260 Personen- und Güterzüge.

Am Karfreitag um 02.00 Uhr nachts sollen der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Hanau und Flieden unterbrochen und der Fern- und Güterverkehr umgeleitet werden. Im Regionalverkehr weden Busse eingesetzt. Rund 100 Bauarbeiter werden zu Ostern im Schichtbetrieb eingesetzt. Etwa 240 Meter Gleise müssen neu verlegt und 3500 Tonnen Schotter eingebaut werden. Gearbeitet wird an beiden Tunnelenden.

Der Bahnverkehr zwischen Frankfurt und Fulda werde nun für die nächsten drei Jahre durch den neuen Schlüchterner Tunnel geführt, so die Bahn. Während dieser Zeit werde der alte Schlüchterner Tunnel für einen eingleisigen Eisenbahnverkehr ausgebaut. Danach soll der zweigleisige neue Schlüchterner Tunnel auf ein Gleis zurückgebaut, so dass schließlich jede Fahrtrichtung durch eine eigene Tunnelröhre geführt wird.

Für die Bahn endet mit den Bauarbeiten ein von zahlreichen Pannen begleitetes Kapitel. Nach dem Baustart 2007 war 2008 Grundwasser eingedrungen, die Vortriebsmaschine musste gestoppt werden. An der nahen Autobahn 66 tat sich durch Bodenabsenkungen ein großes Loch auf. Es kam lange Zeit zu Verkehrsbehinderungen, die Fahrbahn musste mühsam saniert werden. Später wurden an den Betonelementen der Tunnelschale Mängel festgestellt. Diese Probleme seien nun beseitigt worden. (dpa)

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