Panalpina erleidet drastische Einbrüche

29.04.2009 13:43 Uhr
Panalpina-Flagge
Logistiker Panalpina verzeichnet im ersten Quartal 2009 rückläufiges Transportvolumen
© Foto: Panalpina

Logistikdienstleister verzeichnet im ersten Quartal 2009 weniger Umsatz und Gewinn

Basel. Der Bruttogewinn der Transport- und Logistik-Gruppe Panalpina ist im ersten Quartal 2009 deutlich eingebrochen. Wie das Schweizerische Unternehmen am Mittwoch meldete, sank das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 11,4 Prozent auf 375,1 Millionen Schweizer Franken (rund 249 Millionen Euro). Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach sogar um 93,8 Prozent auf 2,9 Millionen Schweizer Franken (1,9 Millionen Euro) ein. Auch der Umsatz sank im ersten Quartal um 24,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Schweizer Franken (1,1 Milliarden Euro). Ebenso fiel der Konzerngewinn von 32,2 Millionen auf 1,9 Millionen Schweizer Franken (1,3 Millionen Euro). „Der massive, rezessionsbedingte Rückgang des globalen Transportvolumens seit Ende 2008 tangierte Panalpina auf allen wichtigen Handelsrouten und wirkte sich negativ auf die Ergebnisse im ersten Quartal aus“, kommentiert CEO Monika Ribar die Bilanz. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete das Unternehmen seit Anfang des Jahres weitere Rückgänge beim Transportvolumen. Nach eigenen Angaben waren davon alle Handelsrouten in der See- und Luftfracht betroffen. Mit einem Minus von 28 Prozent bei der Luftfrachttonnage und 23 Prozent weniger Standardcontainern in der Seefracht ist das Volumen von Panalpina stark geschrumpft. Das sei hauptsächlich auf die überdurchschnittlich hohen Auftrags- und Produktionskürzungen bei vielen Großkunden zurückzuführen gewesen. Insbesondere durch die sinkende Nachfrage in der Automotive- und Hi-Tech-Industrie der Fall wurde das Transportaufkommen auf den Transatlantik- und Transpazifik-Routen schwer beeinträchtigt. Aufgrund der positiven Cashflow-Entwicklung und eines Kostensenkungsprogramms sieht sich der Konzern aber für das laufende Geschäftsjahr gerüstet. So zeigten die im März angekündigten zusätzlichen Einsparungsmaßnahmen, die unter anderem eine Reduzierung des weltweiten Personalbestands der Gruppe um rund zehn Prozent umfassen, die erwarteten Ergebnisse. Bis zum 31. März wurden rund 1000 Stellen abgebaut. Das Unternehmen ist zuversichtlich, das Ziel, die Betriebskosten 2009 gegenüber 2008 um 130 Millionen Schweizer Franken zu senken, zu erreichen. (ag)

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