Stettin. OT Logistics, einer der führenden polnischen Speditionskonzerne, hat im ersten Halbjahr 2018 trotz um 10,3 Prozent gesteigerter Umsatzerlöse (477,9 Millionen Zloty) einen deutlichen Nettoverlust von 25,9 Millionen Zloty (4,3 Millionen Zloty im ersten Halbjahr 2017) hinnehmen müssen.
Der auch unter anderem in Deutschland und in Kroatien sehr aktive Logistiker erreichte 54 Prozent seines Einkommens aus dem Speditionsbereich, 24 Prozent aus der Binnenschifffahrt, 15 Prozent aus dem Betrieb von Seehäfen und 7 Prozent aus dem Schienentransport. Bei den Wasserwegen und Häfen ist OT Polens führendes Logistikunternehmen.
Finanzielles Hauptproblem ist der Schuldendienst aufgrund zahlreicher Investitionen in den zurückliegenden Jahren. Durch Refinanzierungen der Kredite sollen die Ratenzahlungen jetzt in den Griff bekommen werden.
OT Logistics ist Marktführer in Mitteleuropa bei der Binnenschifffahrt – ein Großteil dieser Transporte wickelt das Unternehmen auf deutschen Flüssen ab. Zum polnischen Konzern gehören unter anderem die Deutsche Binnenreederei AG (81 Prozent der Anteile) und die Poltrans GmbH in Hamburg (100 Prozent). Ein wichtiges Feld für die Polen sind Bahntransporte zwischen Adria- und Ostseehäfen, an denen OT Logistics jeweils durch mehrere Firmen beteiligt ist. (mk/ag)