Osteuropäer zu Dumpinglöhnen beschäftigt: Bewährung für Spediteur

25.07.2002 15:39 Uhr

Unternehmer sparte illegal 825.000 Euro ein

Wegen Sozialbetrugs in mehreren tausend Fällen ist ein niederbayerischer Spediteur zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Deggendorf habe außerdem eine Geldstrafe von 360.000 Euro gegen den Unternehmer verhängt, teilte das Hauptzollamt Landshut mit. Der Mann hatte illegal tschechische und ungarische Lasterfahrer zu Dumpinglöhnen beschäftigt und so im großen Stil Sozialabgaben und Steuern eingespart. Nach den Ermittlungen einer Sonderkommission des Landshuter Zolls lebten die Fahrer weiterhin in ihren Heimatländern, fuhren aber regelmäßig innerdeutsche Transporte für den Spediteur aus dem Raum Deggendorf. Statt eines in der Bundesrepublik üblichen Lohnes in Höhe von etwa 1500 Euro monatlich erhielten die Osteuropäer gerade einmal 90 bis 175 Euro. Dadurch soll der Unternehmer Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 825.000 Euro illegal eingespart haben. Diese Summe hatte der Mann bereits vor der Verurteilung nachträglich an das Finanzamt und die Sozialkassen gezahlt. Zudem ordnete die Strafkammer an, dass die durch das die verbotenen Geschäfte erzielten Gewinne in Höhe von 709.000 Euro bei der Spedition eingezogen werden. (tw/dpa)

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