Rüsselsheim. Der hessische CDU-Politiker und frühere Hessische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Volker Hoff wird zum 1. Februar Cheflobbyist beim Autobauer Opel. Das teilte er am Dienstag in Wiesbaden mit. Sein Landtagsmandat wolle er trotzdem zunächst behalten. Auch Opel-Chef Nick Reilly bestätigte die Personalie in einer Mitteilung. Hoff werde „Vize- Präsident für Regierungsangelegenheiten“. Die Opposition im Landtag forderte den Politiker auf, sein Mandat niederzulegen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. „Wir halten den Job als Opel-Cheflobbyist mit einem Abgeordnetenmandat im Wiesbaden nicht vereinbar“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Günter Rudolph. Deshalb müsse Hoff sich Seite entscheiden. Auch der Regierungspartner FDP forderte eine verantwortungsbewusste Entscheidung von Hoff. Die hessische CDU begrüßte die Ernennung Hoffs. Das hessische Gesetz lasse eine Berufstätigkeit der Abgeordneten ausdrücklich zu, betonte Fraktionsgeschäftsführer Axel Wintermeyer. Der 52-Jährige war von 2006 bis 2009 Landesminister in Hessen unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Nach der Landtagswahl 2009 wurde er nicht mehr in der Regierung berücksichtigt. Hoff gilt als geschickter Netzwerker. Er wird bei Opel für die Pflege der Kontakte in die Politik zuständig sein. In dieser Managementaufgabe folgt er auf die Kanadierin Tayce Wakefield, die in den Ruhestand geht. Anders als seine Vorgängerin wird Hoff seinen Sitz nicht in Brüssel, sondern in der Opel-Zentrale in Rüsselsheim haben. (dpa/sb)
Opel holt sich Ex-Minister als Cheflobbyist
Der hessische CDU-Politiker Volker Hoff soll ab 1. Februar für den US-amerikanischen Autobauer arbeiten