München/Düsseldorf. Dies teilte der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) am Dienstag in München mit. Damit nehme Deutschland in Europa einen Spitzenplatz ein. Allerdings seien erst etwa 15 Prozent des gesamten Potenzials erreicht. Auch eine Freigabe der Ladenöffnungszeiten und die Anfang 2007 anstehende Mehrwertsteuererhöhung werde den Wachstumstrend nicht bremsen, erwartet BVDW-Präsident Arndt Groth. Für das kommende Jahr hoffe man auf ein Umsatzwachstum in Deutschland um rund 20 Prozent auf 18 Milliarden Euro, sagte ein Verbandssprecher. Im ersten Halbjahr dieses Jahres seien die Erlöse des Vorjahreszeitraums um rund eine Milliarde Euro übertroffen worden und hätten bei 7,2 Milliarden Euro gelegen. Wegen des Weihnachtsgeschäfts falle das zweite Halbjahr traditionell stärker aus. "Das zeigt, dass unsere Prognose von mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr fundiert ist", sagte der Sprecher. Wichtigste Kundengruppe seien zwar nach wie vor jüngere Menschen, doch werde der Online-Einkauf zunehmend selbstverständlich und übertrage sich so auch auf ältere Kundengruppen. Basierend auf Schätzungen des Versandhandels sieht der Branchenverband längerfristig ein Umsatzpotenzial von mindestens 100 Milliarden Euro. Wenn sich neue Technologien wie Bestell- und Bezahlmöglichkeiten über mobile Endgeräte wie das Handy oder über das interaktive Fernsehen durchsetzten, könnte die Branche in den Jahren 2008/09 vor einem Boom stehen, erwartet der Verband.
Online-Handel optimistisch – über 15 Milliarden Euro Umsatz 2006
Der Online-Handel verspricht sich für die kommenden Jahre in Deutschland gute Wachstumsperspektiven. Für das laufende Jahr erwartet die Branche im E-Commerce mit Endkunden Umsätze von mindestens 15 Milliarden Euro, nach knapp 13 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.