Wien. Nach der Ablehnung ihrer Forderungen durch Verkehrsminister Werner Faymann bereiten die österreichischen Transportunternehmen eine Protestaktion vor. Am 7. Juli werden sich LKW aus allen Bundesländern an einer Sternfahrt nach Wien beteiligen. Zehn davon sollen bis zu den Regierungsgebäuden in der Innenstadt fahren. Dort wollen die Sprecher der Frächter Protestnoten mit ihren Forderungen übergeben. Konkret verlangen sie die Rücknahme der letzten Mineralölsteuer-Erhöhung um fünf Cent, die Rücknahme der letzten Mauterhöhung und die Abschaffung der Kraftfahrzeugsteuer für LKW über 3,5 Tonnen Höchstgewicht. Außerdem treten sie für die Förderung von Euro-5-Fahrzeugen und Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung von Berufskraftfahrern ein. Nach Aussagen von Rudolf Bauer vom Fachverband Güterbeförderung will man sich bei der Protestaktion streng an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Radaubrüder sollen keine Chance erhalten, die Sternfahrt für ungesetzliche Handlungen zu missbrauchen. Chaotische Zustände wie in anderen europäischen Staaten will man jedenfalls vermeiden. In erster Linie, so Bauer, setze man auf eine vernünftige Verhandlungslösung. (rv)
Österreichische Frächter auf Protestfahrt
Die Transportunternehmer wollen am 7. Juli eine landesweite Protestaktion starten, um die Regierung zu finanziellen Zugeständnissen zu bewegen