Wien. Voraussichtlich mit Beginn 2004 setzt Österreich eine EU-Richtlinie um, die lückenlose Kontrollen im Luftfrachtbereich vorsieht, um ein Sicherheitsrisiko möglichst auszuschalten. Mit der Richtlinie reagierte die EU auf die Anschläge vom11. September 2001 in den USA. "In der Praxis heißt das, dass Sendungen, deren Inhalt oder Absender man nicht kennt, am Boden bleiben müssen", meint dazu Helmut Steiner, Geschäftsführer von TNT Express (Austria). Sowohl der Flughafen Wien als TNT planen die Anschaffung größerer Röntgengeräte. Nach bisherigen Informationen wird TNT vorerst der einzige KEP-Dienstleister in Österreich sein, der die Kontrollen selbst durchführt. Damit will das Unternehmen seinen Kunden bei der Abfertigung Zeit sparen. Bei anderen Unternehmen übernimmt diese Aufgabe der Flughafen Wien. Übrigens wird die Aufmerksamkeit der Sicherheits-Kontrollore an den Bildschirmen durch eingeschleuste Bilder von verdächtigen Sendungen laufend überprüft. (vr/rv)
Österreich verschärft Luftfracht-Kontrollen
TNT wird als einziger KEP-Dienstleister die Kontrollen selbst durchführen