In Zukunft könnte der klare Blick durch Lkw-Windschutzscheiben deutlich beeinträchtigt werden, befürchtet Harald Bollmann, der Verkehrssprecher der Wirtschaftskammer Österreich. Durch die Entscheidung des Autobahnbetreibers Asfinag für ein Mautsystem auf Mikrowellen-Basis müssen Transit-Lkw in Zukunft mit bis zu fünf On-Board-Units (OBUs) ausgerüstet werden: Für die Österreich-Maut, die Ökopunkte, für Deutschland, Italien und die Schweiz. Zu dieser Unbequemlichkeit kommen die Kosten für Kauf, Installation und Wartung der elektronischen Geräte. Bollmann appelliert daher an die Mautbetreiber, sich umgehend mit der Frage kompatibler Schnittstellen zu beschäftigen. Bereits im Vorfeld der Lkw-Maut dürfte es zu einer Tarifumstellung auf bestehenden Mautstrecken kommen, weil sich die Preisstaffelung analog zum Road-Pricing an der Achsenzahl orientieren wird. Die Transportunternehmer befürchten dadurch eine Preiserhöhung für einige Fahrzeugkategorien. (vr/rv)
Österreich: OBUs verstellen den Durchblick
Künftig bis zu fünf On-Board-Units in den Fahrzeugen