Wien. Nach unüberwindlichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der FPÖ erklärten die österreichische Vizekanzlern Susanne Riess-Passer, Verkehrsminister Mathias Reichhold und Finanzminister Karl-Heinz Grasser in der Vorwoche ihren Rücktritt. Das löste den Bruch der ÖVP-FPÖ-Koalition und die Ankündigung von Neuwahlen im November aus. Die bisherige Regierung führt die Geschäfte interimistisch weiter. Mathias Reichhold hinterlässt eine Fülle offener Fragen. Mit ziemlicher Sicherheit wird er die Neustrukturierung der ÖBB nicht mehr in Angriff nehmen. Auch die Entscheidung über die Höhe der Lkw-Maut dürfte bereits von seinem Nachfolger getroffen werden. Die weitere Entwicklung des Transitvertrages ist durch den Regierungswechsel völlig ungeklärt. Eine Entscheidung wird derzeit für den nächsten EU-Gipfel im Dezember angepeilt. Ob Österreich bis dahin einen neuen Verkehrsminister hat, ist allerdings mehr als fraglich. (vr/rv)
Österreich mit Verkehrsminister auf Abruf
Wenn Reichhold geht, bleiben viele offene Fragen zurück