Der Straßenbetreiber Asfinag stellt das Tarifsystem für alle in Österreich bestehenden Mautstrecken ab 1. September um. Lkw bis 3,5 Tonnen Höchstgewicht fallen danach in die billigste Kategorie 1. Schwerfahrzeuge werden nach der Zahl der Achsen in die Kategorien 2, 3 oder 4 (für Fahrzeuge mit vier und mehr Achsen) eingestuft. Dadurch steigt für sie die Maut um bis zu 100 Prozent. Umgestellt werden auch die Sondertarife. Jahreskarten gibt es in Zukunft nur noch für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. 100-Fahrtenkarten für Lkw mit mehr als drei Achsen müssen bis spätestens Ende August dieses Jahres gekauft werden und gelten dann bis zur Einführung der generellen Lkw-Maut, voraussichtlich am 1. Januar 2004. Bei 100-Fahrtenkarten muss also der gesamte Bedarf bis Ende 2003 in den nächsten Tagen disponiert werden. Als kleine Erleichterung bietet die Asfinag unter www.asfinag.at ein Reservierungssystem an. Dort kann man Vielfahrerkarten bis Ende August vorbestellen. Sie müssen aber erst bis Ende 2002 abgeholt und auch bezahlt werden. Die Wirtschaftskammer Österreich protestierte vorerst erfolglos dagegen und fordert einen Verkauf der 100-Fahrtenkarte bis zur endgültigen Umstellung des Systems auf die flächendeckende Lkw-Maut. (vr/rv)
Österreich-Maut ab September empfindlich teurer
Bis zu 100 Prozent höhere Gebühren für Schwere Lkw