Während sich die Ermittlungsbehörden in Deutschland und Österreich bemühen, die illegale Beschäftigung von Lkw-Fahrern in allen Details aufzudecken, kündigt sich der nächste Skandal an. Auch in der Donauschifffahrt dürften Ausländer ohne Arbeitsgenehmigung weit verbreitet sein. Die Reederei DDSG-Cargo, ein Tochterunternehmen der Regensburger Meier-Gruppe, geriet jetzt ins Visier der Arbeitsinspektoren. Inzwischen bereitet sich die Staatsanwaltschaft München auf den Prozess gegen einen Tiroler vor. Ihm wird vorgeworfen, seit 1998 mindestens 170 litauische und ungarische Staatsbürger als billige Lkw-Fahrer angeworben zu haben. Immer deutlicher wird jetzt, dass der Lkw-Skandal jahrelang bekannt war, ohne dass dagegen etwas unternommen worden wäre. Der Luxemburger Premier- und ehemalige Verkehrsminister Jean-Claude Juncker wies beispielsweise bereits vor neuen Jahren auf illegale Praktiken der Kralowetz-Gruppe hin. (vr/rv)
Österreich: Illegal Beschäftigte nicht nur im Straßengüterverkehr
Lkw-Skandal war der Politik offenbar seit Jahren bekannt