Was vor drei Wochen mit der Verhaftung des Transportunternehmers Karl Kralowetz in Luxemburg begonnen hatte, weitet sich zu einem Mega-Skandal aus. Zumindest gegen 15 weitere österreichische Transportunternehmen gibt es konkrete Verdachtsmomente. In der Vorwoche überprüften Polizei, Finanzbehörde und Arbeitsinspektorat gleich 700 Frächter. Ähnliche Aktionen sollen folgen. Franz Grad, der Inhaber des Transportunternehmens Transdanubia, spricht von einem "Willkürakt", nachdem zwei seiner Lkw von den bayerischen Zollbehörden gestoppt wurden. Er antwortete darauf mit einem Rechtsgutachten, das die Gesetzeskonformität seiner Praxis, ausländische Fahrer zu beschäftigen, belegen soll. Die Probleme seien in den uneinheitlichen Vorschriften der Europäischen Union zu suchen. EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein hält die gesetzlichen Grundlagen hingegen für ausreichend. Es mangle allerdings an der Überprüfung der geltenden Bestimmungen. (vr/rv)
Österreich: Gesamte Transportbranche unter Verdacht
Transdanubia-Chef: Uneinheitliche Rechtslage innerhalb der EU Ursache für Frächter-Skandal