Wien. In Österreich steht man der Zulassung von Gigalinern bis 25 Meter Länge überwiegend ablehnend gegenüber. Befürwortet werden sie nur von Spediteuren und Transportunternehmern sowie – ein wenig überraschend – von manchem LKW-Importeur. Die Phalanx der Gegner führt Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) an. Seiner Meinung nach würde damit das falsche Signal gesetzt, denn die österreichische Verkehrspolitik forciere den Umstieg auf Schiene und Wasserstraße. Mit technischen Problemen argumentiert der oberösterreichische Straßenbaureferent Franz Hiesl (ÖVP) seine Ablehnung. Die österreichischen Straßen seien für solche Fahrzeugkombinationen nicht geeignet. Er rechnet mit einem Aufwand von einer Milliarde Euro, um die Tragfähigkeit der Brücken und übrigen Fahrbahnen für Fahrzeuge mit 60 Tonnen Gesamtgewicht zu erhöhen. Auch die meisten Kreisverkehre auf Landesstraßen könnten von Gigalinern nicht befahren werden. Die Gewerkschaft befürchtet den Verlust Tausender Arbeitsplätze in der Transportwirtschaft und spricht sich daher ebenfalls gegen die Zulassung der überlangen Fahrzeugkombinationen in Österreich aus. (rv)
Österreich: Diskussion um Gigaliner
In Österreich steht man der Zulassung von Gigalinern überwiegend ablehnend gegenüber – einzige Fürsprecher sind Spediteure und Transportunternehmer