Singapur. Die Ölpreise sind am Mittwoch etwas gefallen und haben damit den Anstieg der beiden ersten Handelstage der Woche vorerst beendet. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70,49 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls um 14 Cent auf 68,15 Dollar.
Am Ölmarkt ist die Entwicklung der Lagerbestände in den USA stärker in den Fokus gerückt, vor allem Daten zu den Benzinreserven standen im Mittelpunkt des Interesses. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Benzin-Lagerbestände um 1,11 Millionen Barrel verzeichnet hatte.
Die Lagerdaten hätten den Ölpreisen am Dienstag, 10. August, deutlichen Auftrieb verliehen, hieß es am Markt, bevor am Mittwochmorgen eine leichte Gegenbewegung eingesetzt habe. Neben den sinkenden Lagerbeständen an Benzin hat das API auch einen Rückgang der amerikanischen Ölreserven verzeichnet, allerdings nur um 0,8 Millionen Barrel. Fallende Reserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage sein. Sollte der Rückgang durch die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung bestätigt werden, die am Nachmittag auf dem Programm stehen, könnten die Ölpreise neuen Auftrieb bekommen. (dpa)