Den Wunsch der österreichischen Spediteure und Transportunternehmer, dass sich die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) auf ihre Carrierfunktion beschränken soll, wird Generaldirektor Helmut Draxler nicht erfüllen. Ganz im Gegenteil. Der ÖBB-Chef hat seiner Mannschaft ein noch aggressiveres Agieren im Markt verordnet. Um den Wettbewerb in einem liberalisierten Markt erfolgreich bestehen zu können, soll der Güterverkehr nach Draxlers Wunsch von "überhöhten Benutzungsentgelten" befreit werden. Derzeit zahle der Cargo-Bereich jährlich um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag (in Schilling) zu viel. Auch in der Frage einer gesellschaftsrechtlichen Trennung zwischen Infrastruktur und Betrieb gehen die Meinungen zwischen dem ÖBB-Generaldirektor und Verkehrsministerin Monika Forstinger auseinander. Das würde, so Draxler, Mehrkosten von 150 Millionen Mark jährlich verursachen. (rv)
ÖBB will noch aggressiver am Markt agieren
Güterverkehr will von "überhöhten" Benutzungsentgelten befreit werden