Zu langsam gehen ÖBB-Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt die Vorarbeiten für den Bahntunnel unter dem Brenner voran. Zwölf Jahre vom Planungsbeginn bis zum Bau sei für ihn "nicht tragbar". Die Schuld an dieser Verzögerung gibt er Italien, wo die Finanzierung ins Wanken geraten sei. Im Rahmen einer Querfinanzierung durch die Brenner-Autobahn AG hat Südtirol bisher 300 Millionen Euro "angespart". Die Autobahnkonzession läuft jedoch im Jahr 2005 aus und muss neu ausgeschrieben werden. Damit ist auch die Finanzierung des Bahntunnels fraglich, denn die Autobahngesellschaft hätte sich bereit erklärt, während der kommenden 30 Jahre 2,5 Milliarden Euro für den Bahnbau bereitzustellen. Der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder plädiert dafür, auch einem neuen Konzessionswerber die Bahnfinanzierung vorzuschreiben. Das ist derzeit nach EU-Recht zwar verboten, könnte durch die nächste Richtlinie allerdings legalisiert werden. (vr/rv)
ÖBB: Brennertunnel beschleunigen
Österreich gibt Italien für Verzögerung der Bauarbeiten schuld