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Oberelbe-Häfen erzielen Rekord beim Güterumschlag

Die sächsischen Häfen Dresden, Riesa (im Bild) und Torgau verzeichneten mit 2,31 Millionen Tonnen Güterumschlag das beste Ergebnis seit 1990
© Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/picture-alliance

Obwohl auf der Oberelbe im vergangenen Jahr monatelang keine Güterschiffe fahren konnten, meldet der dort ansässige Hafenverbund einen Umschlagsrekord. Möglich machte das vor allem die Verlagerung der Güter auf alternative Transportwege.


Datum:
11.02.2020
Autor:
Stephanie Noll
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Dresden. Die Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) mit Häfen auch in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Tschechien haben 2019 trotz Niedrigwassers einen Rekordwert beim Güterumschlag erzielt. Der Transportrückgang auf dem Wasser konnte durch eine Verlagerung der Güter auf die Schiene und die Straße kompensiert werden, wie SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff am Dienstag in Dresden sagte. Insgesamt wurden 3,06 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um 6,7 Prozent auf 23 Millionen Euro. Für dieses Jahr wird eine Stabilisierung der Ergebnisse angepeilt.

Die drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau (SBO GmbH) erzielten mit 2,31 Millionen Tonnen Güterumschlag das beste Ergebnis seit 1990 (knapp 23 Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahr). Beim Containerumschlag im Hafen Riesa wurde laut Hafenverbund zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. 2019 wurden insgesamt 44.343 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 802 TEU (+1,84 Prozent) gegenüber 2018. Das entspricht dem besten Ergebnis seit Bestehen des Containerterminals.

Seit Anfang Mai 2019 hatten die Oberelbe-Häfen mit sehr niedrigen Wasserständen der Elbe zu kämpfen. Fünf Monate war keine Binnenschifffahrt auf dem Fluss möglich. Nach einer kurzen Erholung im Oktober sanken die Wasserstände erneut, worauf die Schifffahrt bis Ende Januar zum Erliegen kam. Insgesamt ging der Güterumschlag per Schiff in den betroffenen Häfen um 15 Prozent auf 129.000 Tonnen zurück. Auf dem Wasser werden vor allem Container, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel und Schrott befördert. „Wir haben gelernt, mit den Wasserständen zu leben“, sagte der Geschäftsführer.

Neues Terminal in Riesa geplant

Zu dem Hafenverbund gehören neben den drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau der Industriehafen Dessau-Roßlau, die beiden tschechischen Häfen Decín und Lovosice sowie ein Umschlagplatz im brandenburgischen Mühlberg, der allerdings keinen Gleisanschluss besitzt. Der Hafenverbund hat 150 eigene Mitarbeiter; weitere gut 1500 Beschäftigte sind in Unternehmen tätig, die sich auf dem Gelände der Häfen angesiedelt haben. Loroff geht davon aus, dass in Dresden und Riesa in den kommenden Jahren etwa 20 Mitarbeiter dazukommen. In Riesa soll ein neues Terminal entstehen.

Der Hafen Dessau-Roßlau ging wegen eines Umbaus kaum in die Statistik des Jahres 2019 ein - er war wegen der Baumaßnahmen im Grunde stillgelegt. Die Mitarbeiter seien in anderen Häfen der SBO zum Einsatz gekommen, hieß es. Die Bauarbeiten sollen Ende November abgeschlossen sein. „Wir gehen davon aus, dass Dessau-Roßlau 2021 wieder voll am Netz ist“, sagte Loroff. Im dem Hafen entsteht unter anderem eine neue Kaimauer, zudem werden Gleise neu verlegt und Flächen saniert. (dpa/sn)

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