Bilger: Infrastrukturmittel müssen verbaut werden

11.08.2026 08:43 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ein Wegweiser mit der Aufschrift Infrastruktur und Straßenbau steht vor einer Baustelle auf einer Autobahn mit Fahrbahnerneuerung
Infrastrukturprojekte: 170 Milliarden Euro für Straßen und Schienen
© Foto: Wolfgang Filser/ picture alliance

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger fordert schnellere Fortschritte bei der Infrastruktur. Bis 2029 stehen 170 Milliarden Euro bereit.

Bilger drängt auf schnelleres Tempo bei der Infrastruktur

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger fordert angesichts der bereitstehenden Investitionsmittel deutliche Fortschritte bei der Modernisierung von Straßen, Schienen und Wasserwegen. Beim Besuch des Neubaus der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal betonte der CDU-Politiker, dass die verfügbaren Milliarden nun zügig in konkrete Bauprojekte umgesetzt werden müssten.

Nach Angaben des Ministeriums stehen bis zum Ende der laufenden Wahlperiode insgesamt 170 Milliarden Euro für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur bereit. Davon entfallen rund 106 Milliarden Euro auf die Schiene.

Milliarden sollen schneller verbaut werden

Grundlage für die Investitionen sind neben regulären Haushaltsmitteln auch zusätzliche Finanzmittel aus dem von der Bundesregierung beschlossenen Sondervermögen. Gleichzeitig sollen vereinfachte Planungsverfahren helfen, Projekte schneller umzusetzen.

Bilger sieht darin die Voraussetzungen, um die Modernisierung der Infrastruktur deutlich zu beschleunigen und bestehende Engpässe abzubauen.

Rader Hochbrücke gilt als Schlüsselprojekt

Als Beispiel für die laufende Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur verwies der Minister auf den Ersatzneubau der Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn 7. Das Bauprojekt gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben in Norddeutschland.

Mitte Juli war der Brückenschluss des ersten Teilbauwerks gelungen. Die neue Brücke soll in wenigen Monaten für den Verkehr freigegeben werden.

Weitere Bauabschnitte bis 2031 geplant

Nach der Inbetriebnahme des ersten Teilbauwerks soll 2027 die bestehende Brücke zurückgebaut werden. Anschließend ist der Bau eines zweiten Brückenabschnitts vorgesehen, der nach aktueller Planung 2031 fertiggestellt werden soll.

Die Kosten für das erste Teilbauwerk belaufen sich auf rund 307 Millionen Euro.

Hohe Verkehrsbelastung macht Neubau notwendig

Die bestehende Rader Hochbrücke war zwischen 1969 und 1972 gebaut worden. Eine Untersuchung hatte bereits vor Jahren deutliche Schäden an tragenden Bauteilen festgestellt.

Über die knapp 1.500 Meter lange Brücke rollen inzwischen täglich rund 54.000 Fahrzeuge. Für die kommenden Jahre wird mit einem weiteren Anstieg des Verkehrs gerechnet.

Infrastruktur steht im Fokus der Bundesregierung

Mit den umfangreichen Investitionsprogrammen verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes langfristig zu sichern. Insbesondere bei Brücken, Schienenwegen und Wasserstraßen besteht vielerorts erheblicher Modernisierungsbedarf.

Der Ausbau gilt als wichtige Voraussetzung für eine leistungsfähige Wirtschaft sowie für die Bewältigung steigender Verkehrsströme in den kommenden Jahren.


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