Die Inlandsorder für schwere Lkw sei zwar in den ersten acht Monaten dieses Jahres 16 Prozent niedriger gewesen als im Vergleichszeitraum, doch die Aufträge für Transporter erreichten das Vorjahrsniveau. Insgesamt erkenne der VDA Stabilisierungstendenzen für die zuletzt stark gebeutelte Branche. Dies bestätigten mehrere Nutzfahrzeughersteller anlässlich der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover. "Wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft, auch wenn wir kurzfristig von den Märkten keinen Rückenwind erhalten", sagte Eckhard Cordes, Vorstandsmitglied bei DaimlerChrysler. In den ersten acht Monaten 2002 blieb der Absatz des Automobilkonzerns bei den Nutzfahrzeugen 4,6 Prozent hinter 2001 zurück. Trotzdem erwartet Cordes für das Geschäftsjahr 2002 einen positiven operativen Gewinn größer als die 51 Millionen Euro des Vorjahres. Der US-amerikansiche Konkurrent Ford rechnet ebenfalls mit einer Trendwende zum Positiven. Mit einem neuen Dienstleistungskonzept, das unter anderem Finanzierung und Wartung umfasst, will der Rüsselsheimer Fahrzeugbauer Opel, die Wende für sich schneller erreichen. Als Zielgruppe seiner Bemühungen nennt er – wie so viele – den Mittelstand. Weniger optimistisch zeigen sich Scania und MAN. Der schwedische Nutzfahrzeugbauer Scania erwartet nach eigenen Angaben keine Verbesserung des Nachfrage. Die leichte Belebung in den USA sei nur auf vorgezogene Käufe auf Grund bald verschärfter Abgasnormen zurückzuführen; Südamerika bleibe schwach. Daher lautet das Ziel der Schweden Ergebnis halten statt verbessern. MAN sei "vorsichtig optimistisch" was 2003 angeht. Im laufenden Jahr peile man erst einmal eine "schwarze Null vor Steuern" an.
Nutzfahrzeugmarkt langsam auf Erholungskurs
Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) bekannt gab entwickelte sich das Nutzfahrzeuggeschäft im August 2002 verhalten.