Hamburg. Der Verkauf der Reederei Hapag-Lloyd wird laut "Financial Times Deutschland" zu einem Kampf zwischen Hamburg und dem Stadtstaat Singapur. Für die zweite Phase des Verkaufsprozesses hätten sich nur der Logistik- und Schifffahrtskonzern NOL und das Hamburger Konsortium mehrerer Einzelinvestoren qualifiziert, berichtet die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe. Singapurs Staatsfonds Temasek hält die Mehrheit an NOL. An dem Hamburger Konsortium will sich die Hansestadt mit einem dreistelligen Millionenbetrag beteiligen. Beide Bieter dürften nun vertrauliche Daten der TUI-Tochter intensiv prüfen. Die Buchprüfung habe in dieser Woche begonnen, heiße es aus dem Verhandlungsumfeld. Allerdings sei die Beschränkung auf lediglich zwei Bieter in dieser frühen Phase des Verkaufsprozesses ein Beleg für das unerwartet geringe Interesse an dem Konzern. Hintergrund sei die weltweit abkühlende Konjunktur, die die Frachtpreise fallen lasse. Es gelte als unsicher, ob einer der beiden Bieter den angestrebten Verkaufspreis von rund vier Milliarden Euro für wirtschaftlich vertretbar hält. Die TUI-Führung habe sich noch nicht positioniert, wo unter den veränderten Umständen ihre Schmerzgrenze für einen Verkauf liege, schreibt die Zeitung. (dpa)
Nur noch zwei Bieter für Hapag-Lloyd: Hamburg gegen Singapur
Zweite Phase des Verkaufsprozesses: NOL und Hamburger Konsortium laut Medienbericht qualifiziert