Schwerin. Vom Ostsee-Adria-Verkehrskorridor wird Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht von Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) künftig profitieren. Die Verbindung durch das Bundesland werde eine Alternative für überlastete Verkehrskorridore im Westen sein, sagte der Minister am Mittwoch in Schwerin. Am Donnerstag werde in Berlin und Potsdam der Auftakt für das EU-Projekt „Scandria“ gegeben, das die Verkehrsströme zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer im nördlichen Teil optimieren soll. Ziel sei es, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern und innovative Logistikkonzepte zu entwickeln. Der Korridor solle über Rostock und Sassnitz nach Berlin und weiter über Leipzig/Dresden nach Italien und zu den Adriahäfen führen, sagte Schlotmann. Die Route soll in das geplante vorrangige Verkehrsnetz der EU aufgenommen und so mehr in das Bewusstsein politischer Entscheidungsträger gerückt werden. „Bereits jetzt sind die Fahrzeiten und Transportkosten zum Beispiel für einen Gütertransport zwischen München und Südschweden über Mecklenburg- Vorpommern konkurrenzfähig zur Route über Lübeck“, erläuterte Schlotmann. Zudem sollen zusammen mit deutschen, dänischen und schwedischen Partnern die schon bestehenden logistischen Angebote besser vermarktet werden. Das Projekt „Scandria“ mit einem Umfang von 4,8 Millionen Euro werde aus dem „Ostseeprogramm 2007-2013“ gefördert. Das Programmsekretariat sitze in Rostock. (dpa)
Norden profitiert von Ostsee-Adria-Korridor
Das EU-Projekt „Scandria“ soll die Verkehrsinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern verbessern
Albert Mairhofer