Norden profitiert von Ostsee-Adria-Korridor

03.09.2009 08:50 Uhr
Schlotmann
Volker Schlotmann will den Logistikstandort Mecklenburg-Vorpommern besser vermarkten
© Foto: ddp

Das EU-Projekt „Scandria“ soll die Verkehrsinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern verbessern

Schwerin. Vom Ostsee-Adria-Verkehrskorridor wird Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht von Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) künftig profitieren. Die Verbindung durch das Bundesland werde eine Alternative für überlastete Verkehrskorridore im Westen sein, sagte der Minister am Mittwoch in Schwerin. Am Donnerstag werde in Berlin und Potsdam der Auftakt für das EU-Projekt „Scandria“ gegeben, das die Verkehrsströme zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer im nördlichen Teil optimieren soll. Ziel sei es, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern und innovative Logistikkonzepte zu entwickeln. Der Korridor solle über Rostock und Sassnitz nach Berlin und weiter über Leipzig/Dresden nach Italien und zu den Adriahäfen führen, sagte Schlotmann. Die Route soll in das geplante vorrangige Verkehrsnetz der EU aufgenommen und so mehr in das Bewusstsein politischer Entscheidungsträger gerückt werden. „Bereits jetzt sind die Fahrzeiten und Transportkosten zum Beispiel für einen Gütertransport zwischen München und Südschweden über Mecklenburg- Vorpommern konkurrenzfähig zur Route über Lübeck“, erläuterte Schlotmann. Zudem sollen zusammen mit deutschen, dänischen und schwedischen Partnern die schon bestehenden logistischen Angebote besser vermarktet werden. Das Projekt „Scandria“ mit einem Umfang von 4,8 Millionen Euro werde aus dem „Ostseeprogramm 2007-2013“ gefördert. Das Programmsekretariat sitze in Rostock. (dpa)

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KOMMENTARE

Albert Mairhofer

18.01.2012 - 21:32 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise ist Europa gefordert, mutige und wirksame Entscheidungen zu treffen. Als solche bietet sich das Tirol-Adria-Projekt an, welches sich auf folgende Überlegungen stützt.Straßen- und Bahnnetze wurden miteinander verbunden, Wasserstrassen nördlich und südlich der Alpen jedoch noch nicht. Ich erinnere daran, dass auch England den Bau des Suezkanals verhindern und an dessen Stelle eine Bahnverbindung zwischen zwei Meeren herstellen wollte. Warum nur möchten dies einige Politiker wiederholen und verhindern, dass sogar 5 Meere durch Binnenwasserstraßen quer durch Europa miteinander verbunden werden? Ich schlage daher vor, die Bahndurchstiche Koralpe-, Semmering- und Brennerbasistunnel durch den AlpenKanalTunnel für die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria zu ersetzen, um effektiv eine europaweite Verlagerung auf das umweltfreundlichste Transportmittel zu erreichen. In Italien könnte man sich dadurch auch noch die Brücke über die Meerenge von Messina und den Tunnel für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon-Turin, als Teil des Korridors 5 Lissabon-Kiev, ersparen, da über die Donau eine hervorragende Ost/Westverbindung bereits besteht, die das zehnfache des heutigen Verkehrsaufkommens abdecken könnte. Durch die Donau-Tirol-Adria-Schiffspassage würde sich Europa insgesamt fünf ..zig Milliarden Euro teure Projekte ersparen und die finanziell angeschlagenen Staaten Italien und Griechenland, ja den gesamten Adriaraum, näher an Europa und Europa näher an das Mittelmeer rücken und neue Perspektiven eröffnen. Das Projekt basiert auf einer Eigenfinanzierung und belastet daher nationale Haushalte nicht. Daher ersuche ich Sie, dieses revolutionäre Projekt in Erwägung zu ziehen.Das Projekt ist unter www.tirol-adria.com veröffentlicht und der Appell und andere Unterlagen können unter Einleitung und Presse herunter geladen werden.


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