Der niederländische Staat will seine Beteiligung an der TNT Post Groep auf lange Sicht bis auf einen Kern von zehn Prozent zurückfahren. Derzeit hält er noch 43 Prozent der Aktien. Das wurde am Montag in Amsterdam auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens bekannt. In einem ersten Schritt will sich Den Haag kurzfristig von rund sieben Prozent der Anteile trennen, womit rund 1,8 Milliarden NLG ( etwa 1,6 Milliarden Mark) erlöst werden könnten. Die Einnahmen sollen zur Tilgung der Staatsverschuldung genutzt werden. Für die TPG-Gruppe war das zurückliegende Jahr nach Darstellung ihres Vorstandsvorsitzenden Ad Scheepbouwer recht erfolgreich. Der Gewinn nach Steuern in Höhe von 526 Millionen Euro lag um 25,5 Prozent über dem des Vorjahres und damit "deutlich über den Erwartungen", Scheepbouwer. Auch für das laufende Geschäftsjahr stellte er eine vergleichbare Gewinnsteigerung in Aussicht. Der Umsatz der Gesamtgruppe, in der mit Jahresfrist etwa 130.000 Mitarbeiter weltweit tätig waren, belief sich für den Berichtszeitraum auf 9,9 Milliarden Euro, ein Plus von 16,4 Prozent. Neben den klassischen Tätigkeitsfeldern "Postdienstleistungen" konnte das Unternehmen vor allem in den Bereichen Logistik und Express zulegen. Allein die Express-Sparte steuerte einen Umsatz von rund 4,1 Milliarden Euro bei (plus 17,2 Prozent), während es die Logistik auf 2,1 Milliarden Euro brachte (plus 43,2 Prozent). (vr/eha)
Niederlande: Staat will Anteile an TPG verkaufen
Über 25 Prozent Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahr