Die Niederlande werden einen erfahrenen Verkehrsexperten als neuen Verkehrsminister bekommen. Roelf Hendrik de Boer (53) wird in den kommenden vier das Sagen im Ministerie van Verkeer en Waterstaat in Den Haag haben. De Boer wird dabei für die Belange der bürgerlich konservativen Partei LPF (Lijst Pim Fortuin) einstehen, ohne allerdings deren Mitglied zu sein. Die LPF wurde erst in diesem Jahr gegründet und erlangte über die Grenzen der Niederlande hinaus Bekanntheit, als ihr Gründer, der Unternehmer Pim Fortuin, Mitte Mai bei einem Anschlag ums Leben kam. De Boer ist bislang noch Vorsitzender der Rotterdamer Industrie- und Handelskammer KvK (Kamer van Koophandel Rotterdam) und tritt im Hauptberuf als Präsident-Direktor des niederländischen Binnenschifffahrtskonzerns EWT Holding (Europeese Waterweg Transporten) seit Herbst 1999 in Erscheinung. De Boer, der auch in Deutschland bestens bekannt ist, ist der Verkehrswirtschaft seit 1972 verbunden und war seitdem in mehreren Großkonzernen, darunter der Königlichen Nedlloyd-Gruppe sowie im Lehnkering-Konzern tätig. (vr/eha)
Niederlande bekommt neuen Verkehrsminister
Roelf de Boer ist ein bekannter Experte der Verkehrswirtschaft