Niederländische Transport- und Speditionsunternehmen beklagen einen Verlust an Marktanteilen im Verkehr von und nach Mittel- sowie Osteuropa. Das berichtet jetzt die niederländische Organisation für den internationalen Straßengüterverkehr, Niwo, nach Auswertung der Verkehrszahlen für das Jahr 2000. Ganz besonders deutlich fällt dieser Rückgang im Verkehr mit Russland und der Ukraine aus. Danach führten niederländische Betriebe im Jahr 2000 insgesamt 2000 Fahrten in die Ukraine durch und damit 46 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Falle der Ukraine sorgten vor allem die zahlreichen bürokratischen Hürden dafür, dass niederländische Betriebe an Terrain verloren. Als Konsequenz verringert die Niederlande das Kontingent im bilateralen Wechselverkehr für ukrainische Unternehmen. Heißt: Für 2002 wird das Fahrtgenehmigungs-Kontingent auf 9000 Genehmigungen eingefroren. Die Ukraine hatte zunächst 14.000 Genehmigungen gefordert. Eine Aufstockung werde erst dann wieder vorgenommen, wenn die Regierung in Kiew die bürokratischen Hürden entschlossen beseitigt. Auch der Russland-Verkehr steht für die Niederländer unter einem ungünstigen Stern. 2600 Fahrten wurden im Jahr 2000 seitens niederländischer Firmen durchgeführt (minus 43 Prozent). Zugewinne konnten die Niederländer im Wechselverkehr mit Litauen und Lettland erzielen. (vr/eha)
Niederländisches Transportgewerbe: Ostmärkte bröckeln weg
Deutlicher Rückgang vor allem im Verkehr mit Russland und der Ukraine