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Niederländer erschießen Piraten

Piraten griffen die Fregatte an, als diese einem gekaperten Fischereischiff zur Hilfe kam
© Foto: imago/blickwinkel

Niederländische Marine verteidigt iranisches Fischereischiff gegen Piratenangriff / 16 Somalier festgenommen


Datum:
04.04.2011
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Amsterdam. Niederländische Marinesoldaten haben am Wochenende bei einem Feuergefecht mit Piraten im Golf von Aden zwei Somalier erschossen und die Leichen im Meer versenkt. Das teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Den Haag mit. Der Kommandant der Fregatte „Tromp" habe nach Rücksprache mit dem Ministerium keine Alternative zu der Seebestattung gesehen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung seien unter anderem die hohen Temperaturen in dem Seegebiet gewesen, die gegen die geringe Chancen abgewogen werden mussten, die sterblichen Überreste an jemanden in Somalia zu übergeben. Nach Angaben des Ministeriums wurden bei dem Gefecht, das sich bereits am Samstag ereignet habe, mehrere weitere Seeräuber verwundet.

Die Piraten hätten das Feuer eröffnet, als die Fregatte „Tromp" einem gekaperten Fischereischiff aus dem Iran zur Hilfe gekommen sei. Insgesamt 16 Somalier seien bei der Befreiungsaktion festgenommen worden. Sie sollen an Bord der „Tromp" festgehalten werden, bis die niederländische Staatsanwaltschaft entschieden hat, ob Anklage erhoben wird oder nicht. Die Männer würden gut behandelt, betonte die Sprecherin. Die Verwundeten erhielten medizinische Versorgung. Keiner von ihnen sei in Lebensgefahr.

Vor fast genau einem Jahr hatte die Besatzung der „Tromp", die für die EU-Antipiratenmission Atalanta vor Somalia im Einsatz ist, das deutsche Containerschiff „Taipan" aus der Gewalt von Piraten befreit. Die dabei festgenommenen zehn Somalier wurden zunächst in die Niederlande gebracht und dann an Deutschland ausgeliefert. Seit November 2010 müssen sie sich wegen Gefährdung des Seeverkehrs und erpresserischen Menschenraubs vor dem Hamburger Landgericht verantworten. (dpa) 

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