SCHWERIN. Einen Tag nachdem Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den Bau der Verlängerung der Autobahn A 14 ankündigte, ist in Mecklenburg-Vorpommern neuer Streit um die Trassenführung entbrannt. So fürchtet die CDU, die SPD habe auf ihrem Ost-Parteitag am Sonntag in Magdeburg die Osttrasse, die Schwerin und Magdeburg direkt verbinden soll, „in allen Ehren beerdigt“. Mecklenburg-Vorpommern drohe erneut abgehängt zu werden, da alle wesentlichen Entscheidungen zur Infrastruktur „am Land vorbei“ gefällt würden, sagte der stellvertretende CDU-Fraktionschef im Landtag, Ulrich Born. Diese Darstellung wies Regierungssprecher Thomas Freund als „blanken Unsinn“ zurück. Ministerpräsidend Harald Ringstorff (SPD) hatte sich zuvor über eine mögliche Streckenführung, die auch Niedersachsen einbezieht, geäußert und damit Irritationen im eigenen Lager ausgelöst. Denn Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt hatten sich bereits auf die Osttrasse verständigt und diese für den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan angemeldet. (vr/dpa)
Neuer Streit am Trassenführung der A14
CDU: Planungen laufen an Mecklenburg-Vorpommerns vorbei