Rüdiger vorm Walde, seit August Generaldirektor der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), kündigte einen Wechsel in der Güterverkehrspolitik seines Unternehmens an. In Zukunft sollen keine weiteren Speditionen gekauft werden. Anstelle dessen setzt vorm Walde auf enge Kooperationen mit Spediteuren.
Mit dieser Entscheidung revidiert der ÖBB-Generaldirektor die Linie seines Vorgängers Helmut Draxler, der die Speditions Holding AG als Dachgesellschaft von 13 Speditionsunternehmen gründete. Damit rangiert die Bundesbahn im Spitzenfeld des österreichischen Speditionsgewerbes mit einem Jahresumsatz von 230 Millionen Euro. Über die Zukunft der Speditions Holding, zu der unter anderen die Speditionen Express, Interfracht und die erst im Juni akquirierte Schier, Otten & Co. gehören, wurde bisher keine Entscheidung getroffen. An einen Verkauf sei derzeit aber nicht gedacht, stellte Rüdiger vorm Walde klar.
Außerdem kündigte der ÖBB-Generaldirektor eine verstärkte Kooperation mit ausländischen Bahngesellschaften an. Da 75 Prozent des ÖBB-Güterverkehrs grenzüberschreitend abgewickelt werden, biete sich diese Zusammenarbeit
zwingend an. (vr/rv)