Dortmund/Duisburg. Für den Containertransport zwischen dem Dortmunder und dem Duisburger Hafen hat eine neue tägliche Zugverbindung ihren Betrieb aufgenommen. Premiere hatte der „Glück- auf-Express“ mit zehn Waggons in der Nacht zu Dienstag, wie die Hafengesellschaften am Dienstag in Dortmund mitteilten. Mindestens 3000 Container könnten so in Dortmund pro Jahr in Richtung deutsche Nordseeküste zusätzlich umgeschlagen werden. Damit würden im Ruhrgebiet rund 18.000 LKW-Fahrten wegfallen. Das Kartellamt hatte den Managementvertrag für die Zugstrecke zwischen den beiden Ruhrgebietshäfen Anfang des Jahres genehmigt. „Die Vernetzung mit Dortmund ist ein entscheidender Baustein“, sagte das Vorstandsmitglied des Duisburger Hafens, Markus Bangen. Duisburg sei mit seinem Schienennetz vor allem auf die belgischen und niederländischen Seehäfen ausgerichtet. Über Dortmund könne man nun auch die deutschen Seehäfen schnell über die Schienen erreichen. „Wir sind mit dem klaren Ziel zur Stärkung beider Standorte angetreten“, sagte Bangen weiter. Der Containerzug, der nun auch Dortmund ansteuert, verkehrte bisher nur zwischen Duisburg und dem Chemiepark Marl. Neben der Kooperation hat der Dortmunder Hafen am Dienstag seine Umschlagszahlen für das Jahr 2008 vorgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 2,955 Millionen Tonnen knapp sieben Prozent weniger Güter umgeschlagen. Besonders drastisch war der Einbruch im Bereich der Baustoffe (minus 22,7 Prozent) sowie bei Eisen und Stahl (minus 11,5 Prozent). „Das ist nicht schön und hat auch mit normalen Schwankungen nichts zu tun“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Dortmunder Hafen AG, Manfred Kossack. Angesichts der Wirtschaftskrise gebe es 2009 wenig Hoffnung auf eine Verbesserung. (dpa)
Neuer Containerzug zwischen Dortmunder und Duisburger Hafen
Jährlich sollen so 3000 Container in Richtung Nordseeküste umgeschlagen werden