Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing will, bis Ende Juli über einen Einstieg bei dem zahlungsunfähigen Luftschiffbauer CargoLifter entscheiden. Das kündigte der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Boeing, George Muellner, bei einem Besuch in Berlin an. Beide Unternehmen hatten Anfang Mai eine Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit unterzeichnet. Wegen der Insolvenz von Cargolifter wolle Boeing den Entscheidungsprozess beschleunigen. "Eine finanzielle Beteiligung gehört zu den verschiedenen Möglichkeiten, die wir haben. Sicher ist das nicht," sagte Muellner. In der Absichtserklärung hatten beide Unternehmen vereinbart, die Möglichkeit zum Bau eines Stratosphären-Luftschiffs auszuloten, das in 20 Kilometer Höhe den Luftraum der USA überwachen kann. Als Kunde könne Boeing aber auch an dem Transportballon CL 75 interessiert sein, um Flugzeugteile zur Montage ins Stammwerk in Seattle zu befördern. Der brandenburgischen Wirtschaftsministers Wolfgang Fürniß (CDU) sagte in Potsdam, es gebe noch andere Interessenten für CargoLifter. Namen nannte er nicht. Das Unternehmen habe aber gute Überlebenschancen. (vr/dpa)
Neue Hoffnung für Cargolifter
Boeing prüft Einstieg bei insolventem Luftschiffbauer