Rom (Italien). Nach jahrelangem Ringen um die Rettung der maroden Fluggesellschaft Alitalia startet die bisher staatliche Airline privatisiert neu durch. Die „Neue Alitalia“ will mit ersten Flügen am Dienstag vor Morgengrauen ihren Betrieb aufnehmen. Der Einstieg der französisch-niederländischen Fluggesellschaft Air France/KLM bei Alitalia wurde heute besiegelt. Air France/KLM beteiligt sich mit 25 Prozent an Alitalia. Das entspricht einem Wert von 300 Millionen Euro. Italiens neue Airline besteht aus den Resten der vor sechs Jahrzehnten gegründeten Alitalia und der zweitgrößten italienischen Fluggesellschaft Air One. Der Neustart soll mit einem um etwa 3500 auf 12.500 Arbeitsplätze verringerten Personal sowie einem nahezu halbierten Betrieb mit etwa 600 Flügen täglich aufgenommen werden. Der Touristenmagnet Italien mit seiner bedeutenden Industrieregion im Norden des Stiefels ist der viertgrößte Markt in Europas Luftfahrt. Die italienische Investorengruppe CAI hatte die bankrotte Alitalia für eine Milliarde Euro erworben und Air One für 300 Millionen Euro an Bord geholt. Alitalia-Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi nannte den Neustart einen historischen, revolutionären Vorgang. Jetzt werde sich bei Alitalia alles ändern, das Unternehmen endlich aus den roten Zahlen kommen. Fantozzi will jetzt die Restbestände der alten Alitalia liquidieren, darunter den Bereich Cargo. (dpa/ak)
Neue Alitalia startet– Cargo-Bereich vor dem Aus
Nach jahrelangem Ringen um die Rettung der maroden italienischen Fluggesellschaft Alitalia startet die bisher staatliche Airline privatisiert neu durch - jedoch ohne den Luftfrachtbereich.