Münster. Deutschlands Fahrradhauptstadt Münster bekommt wegen der angeblich zu starken Schadstoffbelastung durch Autos und Lastwagen eine Umweltzone. Zum 1. Januar nächsten Jahres werde der Stadtkern zum Sperrgebiet für Fahrzeuge mit zu hohen Emissionen, teilte die Bezirksregierung heute mit. Damit wäre Münster die 13. Stadt in Nordrhein-Westfalen mit Umweltzone. Dadurch sollen langfristig zumindest die größten Luftverpester aus dem innerstädtischen Verkehr verbannt werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat Münster in seinem Fahrradklimatest auf Platz eins gesetzt. Der umweltfreundliche Radverkehr hat mit knapp 40 Prozent einen bundesweit einmalig hohen Anteil am Verkehr. „In Münster werden mehr Wege mit dem Fahrrad als mit dem Auto zurückgelegt“, sagte ADFC-Sprecher Karsten Klama. Allerdings geht laut Bezirksregierung die Überschreitung der Grenzwerte vor allem auf mit dem Auto fahrende Pendler zurück. Die Umweltzone betrifft nur den Stadtkern, zu dem sowohl eine Fußgängerzone als auch vielbefahrende Straßen gehören. Im Gegensatz zu anderen Kommunen werden in Münster aber nur grüne und gelbe Plaketten ausgegeben. Da es keine roten Aufkleber gibt, bleibt ein Großteil der zwischen 1992 und 1996 gebauten Dieselfahrzeuge außen vor. In Münster sind etwa 160.000 Fahrzeuge zugelassen, hinzu kommen etwa 75.000 autofahrende Pendler. (dpa)
Münster bekommt Umweltzone
Deutschlands Fahrradhauptstadt Münster schließt wegen angeblich zu starker Schadstoffbelastung den PKW- und LKW-Verkehr teilweise aus