Trübe Aussichten am Montblanc: Nach der Wiedereröffnung des Straßentunnels, die nunmehr frühestens Anfang November erfolgen soll, wird ein Großteil der Lkw von der Nutzung ausgeschlossen sein. Dies erklärte der für die französische Alpenregion um Chamonix zuständige Präfekt des Haute-Savoie bei einem Frühstücksgespräch mit Journalisten. Die Einschränkungen betreffen folgende Kategorien: Nutzfahrzeuge, die breiter als 2,55 m und höher als 4,05 m sind, womit so gut wie alle gängigen Kühlwagen eliminiert werden; ferner die meisten Gefahrguttransporte und die größten Umweltverschmutzer. Vorgesehen ist ausserdem eine saftige Erhöhung der Maut für sämtliche Lkw, was als "ökologische" Maßnahme deklariert werden soll. Alle Auflagen zusammen, so das Kalkül, dürften dazu beitragen, das Lkw-Aufkommen im Tunnel um 25 bis 30 Prozent zu verringern. Der Präfekt ging auch auf die anhaltende und sich immer militanter zeigende Lkw-feindliche Haltung in und um Chamonix ein. Es sei damit zu rechnen, dass eine radikale Minderheit unter den Gegnern einer Wiederzulassung der Lkw-Durchfahrten zu "illegalen und gewalttätigen Aktionen" bereit sei, um den Straßengütertransit durch den Tunnel unmöglich zu machen. (vr/jb)
Montblanc-Tunnel: Lkw-Nutzung soll drastisch beschränkt werden
Hohe Mautgebühren sollen für Minderung um bis zu 30 Prozent sorgen