Mit einer Kapitalspritze von 430 Millionen EURO (840 Millionen Mark) wollen die Swissair und Belgien der in Finanznot geratenen belgischen Fluglinie Sabena eine weiche Landung ermöglichen. Mit der Einigung, die am Dienstagaband erzielt wurde, hat sich die ihrerseits finanziell angeschlagene Schweizer Fluglinie von der Verpflichtung freigekauft, 85 Prozent der Sabena zu übernehmen. Sie hält derzeit 49,5 Prozent der Anteile. Der Betrag soll in den kommenden zwei Jahren vier Raten ab Oktober gezahlt werden. Dabei übernehmen die Swissair 60 und der Belgische Staat 40 Prozent. Außerdem übernimmt die Swissair neun von der Sabena bestellte Flugzeuge vom Typ A319/320. Die Einigung gebe den Kreditgebern und Aktionäre Klarheit über die Finanzierungsverpflichtungen der Swissair Group und stabilisiere die finanzielle Lage weiter. Die Gewerkschaften fürchten jedoch Entlassungen unter den 12.000 Sabena-Mitarbeitern. In dem Umstrukturierungsplan sei von 1700 Entlassungen die Rede, sagte eine Gewerkschaftvertreter. (vr/dpa)
Millionenspritze für Sabena
Swissair muss keine weiteren Anteile der angeschlagenen Airline übernehmen