Mehr Stress durch E-Mails

20.03.2002 09:19 Uhr

Eine aktuelle Untersuchung der Universität Nürnberg-Erlangen zeigt, dass der zunehmende E-Mail-Verkehr zu Stress führt. Software von T-Online oder AOL sind nur bedingt geeignet.

"Ich hasse E-Mails", eine Aussage, die immer öfter über die Lippen von Managern kommt. Elektronische Post, Intranet und Internet bieten schnelle, vielfältige und gezielte Information und Kommunikation, die arbeitserleichternd und arbeitsbereichernd wirken. Die wachsende Menge an Informationen führt jedoch auch zu erhöhten psychischen Anforderungen bis hin zur Überforderung, da die Vielzahl an Informationen gefiltert, verdichtet und abgearbeitet werden müssen. Zu diesem Ergebnis kommt der Lehrstuhl für Psychologie, insbesondere Wirtschafts- und Sozialpsychologie, unter Leitung von Professor Dr. Klaus Moser. Der Mitarbeiter muss oft erst die E-Mail lesen, das Attachment öffnen und durchlesen, um dann erst festzustellen, ob ihn der Inhalt überhaupt betrifft. Ein enormer Zeitaufwand, der mit einem Blick auf ein Blatt Papier innerhalb von Zehntelsekunden zu erledigen wäre. Darüber hinaus habe sich die Qualität der Informationen seit der Einführung der Neuen Medien verschlechtert. Ein weiteres Ergebnis der bisherigen Forschungsarbeit: Die eingehende Analyse von zehn Mailprogrammen anhand von 19 Kriterien hat gezeigt, dass weit verbreitete Programme wie "T-Online" oder "AOL" zur Bewältigung des Phänomens Informationsüberflutung nur rudimentär ausgestattet und hierfür nicht geeignet sind. Die Forscher stellten außerdem fest, dass die Mehrzahl der Nutzer kaum mit den Möglichkeiten des Internet und den Funktionen ihrer E-Mail-Programme vertraut sind. In die Analyse einbezogen wurden die im jeweiligen Mail-Programm angebotenen Funktionen für den Umgang mit der Informationsüberflutung wie etwa Filterfunktionen und Ordnungsmöglichkeiten der E-Mail-Systeme.

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