Innsbruck. Der Schienengüterverkehr über den Brenner legte im Vorjahr um fünf Prozent auf 15 Millionen Tonnen zu. Damit war die Steigerungsrate ebenso hoch wie im Straßengüterverkehr. Die ÖBB konnte davon allerdings nur 13,8 Millionen Tonnen (– sechs Prozent) für sich verbuchen. Der Rest entfiel auf die deutsche Firma Locomotion, die einen Shuttle-Verkehr zwischen München und Verona anbietet. Die Rollende Landstraße stagnierte bei einem Aufkommen von 177.000 Lkw. Die Nachfrage wäre allerdings höher gewesen. Nach Aussagen des RoLa-Managers Siegmund Enzinger habe das Deutsche Eisenbahnbundesamt Auflagen erteilt, die eine Ausweitung verzögerten. In diesem Jahr will die ÖBB mit ihren Partnern Ökombi und Bertani das RoLa-Angebot über den Brenner um 50 Prozent erhöhen. Für den gesamten Schienengüterverkehr auf dieser Strecke hat sich Rail Cargo Austria jährliche Zuwächse in Höhe von zehn Prozent vorgenommen. (vr/rv)
Mehr Schienengüterverkehr über den Brenner
ÖBB will RoLa-Angebot in diesem Jahr um 50 Prozent erhöhen