Hamburg. Die Volksinitiative „A20-sofort” für den Weiterbau der Autobahn A20 in Schleswig-Holstein hat ein Etappenziel erreicht. Sie hat nach eigenen Angaben die erforderlichen Unterschriften zusammen, damit die Politiker sich wieder damit befassen müssen. Für die Fortsetzung der Autobahnstrecke - von Bad Segeberg aus Richtung Westen einschließlich einer Querung der Elbe bei Glückstadt - sprachen sich 23.040 Bürger aus Schleswig- Holstein aus, 20.000 waren erforderlich. Das teilte die Initiative am Sonntag mit. Bis Anfang April läuft die Unterschriftenaktion weiter.
„Das ist sensationell. Jetzt müssen die Politiker handeln”, sagte der Vorsitzende Rainer Bruns. Die Initiative forderte die Politiker auf, die Planung und Realisierung der Strecke voranzutreiben. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte den geplanten Ausbau im November 2013 vorerst gestoppt, weil der Schutz der rund 20.000 Fledermäuse in den Kalkhöhlen von Bad Segeberg nicht hinreichend beachtet worden sei.
Die Landesregierung beteuerte anschließend, die A20 weiterbauen zu wollen, weil sie von herausragender Bedeutung für den gesamten norddeutschen Raum sei. Die mitregierenden Grünen befürworten allerdings nur den Weiterbau der Autobahn bis zur A7 westlich von Bad Segeberg. (dpa)