Die Verkehrswege in Mecklenburg-Vorpommern werden für private Nutzer und die Wirtschaft noch in diesem Jahr deutlich attraktiver. Bund und Land stellten allein für 2002 rund 750 Millionen Euro für den Ausbau von Straßen, Schienennetzen, Fluglinien und Häfen zur Verfügung, sagte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) am Donnerstag auf dem 1. Verkehrstag des Landes in Rostock. Der zweitägige Fachkongress ist die Premierenveranstaltung im neuen Landes-Messezentrum in der Hansestadt, das auf dem Areal der künftigen Weltgartenbauausstellung IGA entstand. Von den gewaltigen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur flössen mehr als 400 Millionen Euro in den Weiterbau der A 20 und weiterer Autobahnteilstücke sowie in Bundes- und kommunale Straßen. Das Geld mache nicht nur die Verkehrsadern durchlässiger, sondern sorge auch für Arbeit in der Bauwirtschaft, sagte Ebnet. "Bis zum Jahr 2005 wollen wir mit den großen Verkehrsprojekten in der Nordostregion wie Küstenautobahn, Rügenanbindung und Verlängerung der A 241 von Schwerin nach Wismar fertig sein", kündigte der Minister an. Auch für die Schienenverbindungen Schwerin-Stralsund und Rostock-Berlin seien die Weichen gestellt. Trotz der insgesamt guten Aussichten "sind wir aber nicht wunschlos glücklich", sagte Ebnet. "Uns fehlt die Verlängerung der A 241 nach Süden - die 14." Mit den Nachbarn Brandenburg und Sachsen-Anhalt sei man sich über den Trassenverlauf einig. Allerdings müsse befürchtet werden, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit ihrem jüngsten Vorschlag der so genannten modifizierten X-Variante große Teile im Osten auch künftig weitgehend ausklammern wolle. Nach dieser Idee würde eine Autobahn von Hamburg über Lüneburg nach Magdeburg und eine zweite von Wolfsburg zum Wittstocker Dreieck führen. Der Variante hätten leider auch CDU-Abgeordnete aus den neuen Ländern zugestimmt. Ministerialdirektor Jürgen Huber vom Bundesverkehrsministerium verwies darauf, dass die Entscheidung über den künftigen Verlauf der A 14 vom Bund getroffen werde. Für den Bau der neuen Trassen hatte es schon mehrere Untersuchungen gegeben, die sich teilweise widersprachen. Die drei ostdeutschen Bundesländer sollten nun zusammen mit Niedersachsen einen gemeinsamen Vorschlag auf den Tisch legen, über den dann im nächsten Jahr entschieden werden könne. (vr/dpa)
Mecklenburg-Vorpommern: 750 Millionen Euro für Verkehr
1. Landesverkehrstag im neuen Landes-Messezentrum geht heute zu Ende