Die EU-Kommission hat am Montag eine Verordnung zur Förderung des intermodalen Gütertransports vorgeschlagen. Das Budget des neuen Programms "Marco Polo" ist für die Jahre 2003 bis 2007 mit 115 Millionen Euro mehr als drei Mal so hoch wie sein Vorläufer "Pact II". Ziel ist nach den Worten von EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio die Schaffung vielfältiger Alternativen zum Straßengütertransport. Deshalb werden erstmals nicht nur Vorhaben im kombinierten Verkehr mitfinanziert, sondern Projekte, die zu einer Frachtverlagerung vom Lkw in "alle Segmente der Güterlogistik" führen und vor allem den Bahn-, Binnenschiff- und Kurzstreckenseeverkehr betreffen. Neu ist auch die Einbeziehung der EU-Beitrittskandidaten. "Marco Polo" soll bis zum geplanten Abschluss 2010 zur Verwirklichung von drei Arten grenzüberschreitender Aktionen beitragen. Als Starthilfen für neue Frachtdienste außerhalb der Straße will die EU für maximal drei Jahre 30 Prozent der Kosten übernehmen. Für die Überwindung von Marktbarrieren, die einen nicht straßengebundenen Gütertransport hemmen, wäre die Finanzspritze auf 35 Prozent der Investitionen begrenzt. Bis zu 50 Prozent könnten beigesteuert werden für die Nachnutzung guter Ideen und Aktionen mit Signalwirkung. Ihren Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen kündigte die EU-Kommission für das Frühjahr an. (vr/dw)
"Marco Polo" soll intermodalen Güterverkehr fördern
EU trägt für drei Jahre 30 Prozent der Kosten für neue, nicht straßengebundene Frachtdienste