Brüssel/Belgien. Die EU-Kommission will die 16 besten Projekte der dritten Auswahlrunde zum Marco-Polo-Programm mit insgesamt 21,7 Millionen Euro fördern. Dadurch würden jährlich 10,3 Milliarden Tonnenkilometer Fracht von überlasteten Straßen auf Kurzstreckenseeverkehr, Schiene und Binnenwasserweg verlagert. Das entspreche den Ladungen von 134.100 LKW auf der Strecke Rotterdam-Rom, begründete die EU-Behörde ihre Entscheidung. Es gehe um zwölf Aktionen zur Verkehrsverlagerung, zwei Initiativen zur Überwindung struktureller Hindernisse im Güterverkehrsmarkt („katalytische Aktionen“) sowie zwei „gemeinsame Lernaktionen“ für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Transportkette. Die Umsetzung erfordere – Infrastrukturen nicht mitgerechnet – Investitionen von 350 Millionen Euro. Die Projekte lägen „geografisch günstig“. Sie kämen großen wie kleinen Ländern sowohl im Zentrum als auch am Rande der EU zugute. Das Nachfolgeprogramm für die Förderung von Alternativen zum Straßengüterverkehr startet am 1.1.2007. (dw)
Marco Polo fördert 16 neue Aktionen
Neue Projekte würden jährlich 10,3 Milliarden Tonnenkilometer Fracht von überlasteten Straßen auf Kurzstreckenseeverkehr und Schiene bringen