Kopenhagen. Steigende Frachtraten und höhere Umschlagsvolumen haben das Ergebnis der dänischen Reederei Maersk im zweiten Quartal nach oben getrieben. Die weltweit größte Containerreederei verdiente unter dem Strich 227 Millionen US-Dollar (184 Millionen Euro), teilte der dänischen Reederei- und Ölkonzern A.P. Møller Maersk am Dienstag mir. Im Vorjahr hatte an der Stelle noch ein Verlust von 95 Millionen Dollar gestanden.
Das Volumen ist um 11 Prozent auf 2,2 Millionen FFE (40 Fuß-Standardcontainer) gestiegen. Die durchschnittlichen Frachtraten sind um 4,2 Prozent auf 3014 US-Dollar/FFE gestiegen. Auf den meisten Routen konnten Erhöhungen der Frachtraten durchgesetzt werden. Der Anstieg der Bunkerkosten betrug im zweiten Quartal zehn Prozent , konnte aber durch eine Verringerung des durchschnittlichen Verbrauchs pro Container um 8 Prozent teilweise aufgefangen werden. Eine Umstrukturierung innerhalb der Gruppe soll die Personalkosten um 400 Mitarbeiter reduzieren, teilt das Unternehmen mit.
Für das Gesamtjahr rechnet die Reederei mit einem leicht positiven Ergebnis, das sich auf höhere Frachtraten im zweiten Halbjahr stützt. Maersk rechnet damit, dass das weltweite Containeraufkommen um 4 Prozent wächst mit sinkenden Volumina Richtung Europa.
Im Konzern A.P. Møller Maersk ging der Gewinn im zweiten Quartal um 39 Prozent auf 965 Millionen Dollar zurück. Das Vorjahresergebnis sei durch Einmaleffekte aus Verkaufserlösen gekennzeichnet gewesen, teilte das Unternehmen mit. Die Produktion von Öl und Gas fiel um 17 Prozent, auch die Kosten für die Förderung der Energieträger gingen zurück. Der Umsatz blieb bei 15,3 Milliarden Dollar nahezu unverändert.(dpa/diwi