Kopenhagen. Der dänische Multikonzern A.P. Møller ist durch seine Container-Reederei Maersk in die Verlustzone gefahren. Wie das mit Abstand größte dänische Industrieunternehmen am Dienstag mitteilte, betrug das Netto-Minus im ersten Quartal 2,1 Milliarden Kronen (273 Millionen Euro) gegenüber einem Gewinn von 5,2 Milliarden Kronen im selben Vorjahreszeitraum. Als wichtigsten Grund nannte A.P. Møller-Maersk in Kopenhagen einen Rückgang der Frachtraten um 24 Prozent und 14 Prozent weniger Containertransporte. Auch für das Gesamtjahr 2009 sei ein Verlust nicht auszuschließen, hieß es. Maersk hatte in den vergangenen Jahren seine Reedereikapazität durch Unternehmenszukäufe und den Bau von riesigen Containerschiffen massiv ausgebaut. Teilweise ausgeglichen wurden die Verluste im Frachtgeschäft durch schwarze Zahlen bei der Förderung von Öl und Gas aus der Nordsee sowie im Einzelhandel. Konzernchef Nils Smedegaard Andersen meinte zum Ergebnis, es sei „vom sehr speziellen globalen Wirtschaftsrückgang geprägt“. Er sagte zudem: „Wir werden weiter daran arbeiten, die Konkurrenzfähigkeit unserer Maersk-Reederei zu verbessern.“ Der Gesamtumsatz im Konzern sank von 71,8 auf 63 Milliarden Kronen.
Maersk fährt mit Containerflotte ins Minus
Container-Reederei reißt dänischen Konzern A.P. Møller in die Verlustzone